OUT OF BOX AWARD 2013

JURY STATEMENTS

  • Zum GRAPHIC AWARD

    „Print, Corporate Identity, Packaging, Information Design, Werbekampagnen, Fine Arts -der Bereich “Graphic” umfasst ein weites Feld, auf dem erstaunlich viele schöne Blumen blühten. Prosaisch ausgedrückt: Die Qualität der Einreichungen war überraschend gut. Was die prämierten Arbeiten von den anderen abhob, war nicht allein die handwerkliche Qualität, sondern vor allem der konzeptive Zugang: Stringent und relevant gedacht, involvierend und überraschend umgesetzt. Und was noch einen Unterschied ausmachte: Bei den Preisträgern dachte man nicht wie bei manch anderer Arbeit daran, unter welcher Mühe, sondern mit wie viel Liebe und Herzblut die Arbeiten wohl enstanden sind. Doch gab es auch zwei Dinge, die uns das Jury-Leben schwer machten: Erstens Arbeiten, deren zugunde liegenden Projekte die Jury begeisterten, die aber in Kategorien wie Print oder Packaging eingereicht waren. Wie sollen wir solche Arbeiten bewerten? Gilt unsere Sympathie für das Projekt mehr als die eingereichte grafische Umsetzung? Sollte eine eigene Kategorie “Projekte” geschaffen werden? Fragen über Fragen, die noch einer Antwort harren. Und zweitens so mancher Einreicher. Darum ein Aufruf: Bitte, bitte, bitte! Investieren Sie bei der nächsten OOBA-Einreichung ein bisschen mehr Zeit in die Beschreibung Ihrer Einreichung. Das heißt nicht zwangsläufig (noch) mehr Worte – eher im Gegenteil. Versuchen Sie nur, der Jury keine Rätsel aufzugeben. Beschreiben Sie einfach und klar, worum es geht, was die Problemstellung/das Projekt erfordert und wie ihre Lösung aussieht. Vielen Dank im Voraus!“

    Walter Robisch

    WALTER ROBISCH

  • Zum MOTION AWARD

    Im Motionbereich mit all seinen Unterkategorien haben wir gute Ansätze
    gesehen. Die Jury war am ehesten für Arbeiten zu gewinnen, die durch ein
    Überraschungsmoment, Humor und stilistische Klarheit überzeugen konnten.
    Oft fehlte es uns an Konsequenz oder auch Brüchigkeit, vor allem aber an
    out of the box. So waren zwar etliche Arbeiten technisch durchaus
    professionell gemacht, mit ihrer klischierten und pathetischen
    Dramaturgie aber schlicht am falschen Platz. Ich wünsche dem
    Motionbereich eine ähnlich große Bandbreite wie Graphic und Words und
    werde das meine dazu beitragen, den Einreichradius dieses wunderbaren
    Awards zu erweitern.

    Monika Willi

    MONIKA WILLI

  • Zum WORDS AWARD

    „Insgesamt bestätigen die Einreichungen in den Kategorien Book Design und Editorial Design den anhaltenden Trend zum Minimalismus, der auch im Produktdesign oder der Fotografie, nicht aber in der Illustration, nicht mehr im Webdesign zu beobachten ist. Das erschreckende Ergebnis ist ein gestalterischer »Einheitsbrei« im Umgang mit Typografie und Bildsprachen in deutschsprachigen Ländern. Zum Beispiel scheint die an sich spannende Idee der Unterstreichung sämtliche weitere Auszeichnungsmöglichkeiten zu verdrängen. An Entscheidungen über Schriftmischungen, kursive Schriftschnitte, unterschiedliche Gewichte oder Kapitälchen wagen sich nur wenige Gestalter heran. Hatte man bis vor kurzem noch überlegt, wie man die typografische Qualität von Drucksachen in die digitalen Medien hinüberrettet, so scheint es, dass nun die digitalen Medien Ästhetikauffassungen vorgeben, was grundsätzlich eine gerechtfertigte und damit spannende Determination bedeutet. Das Ergebnis sind vorerst oftmals noch unbegründete Buchformate, serienweise seitenaufblasende Abbildungen oder typografische Effekthascherei, die geschriebenen Texten zu wenig Respekt zollt. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass viele Gestalter zu wenig ihrer eigenen Kreativität und der Kraft der visuell zu übersetzenden Inhalte vertrauen. In vielen Fällen der Einreichungen stellte die Jury mit Bedauern fest, dass ein gutes Layout durch schlechte Buchbindearbeiten unbequem bis fast unnutzbar in der Handhabung wurde. Gerade in einer Zeit, wo sich das Buch gegenüber anderen Medien seiner spezifischen Stärken besinnen sollte, überrascht es, wie wenig auf dieses wichtige Detail geachtet wurde.
    Im Unterschied zu Buch- und Editorialdesign, schaut es beim Typedesign ganz anders aus. Die Einreichungen sind insgesamt auf einem sehr hohen Niveau und von grosser Eigenständigkeit. Vielleicht ist auch dies ein Trend, aber ein Trend, der viel verspricht.“

    Roland Stieger / Susanne Zippel

    ROLAND STIEGER

  • Zum URBAN STYLE AWARD

    „Das breite Feld der Einreichungen in dieser Kategorie machte es der Jury nicht leicht, eine stringente Auswahl zu treffen, zumal einige Projekte aufgrund ihrer Dreidimensionalität – von Stühlen, über räumlichen Interventionen bis zu Ausstellungsgestaltungen – nur schwer anhand der Unterlagen zu beurteilen war. Es gab ein herausragendes Projekt, das sowohl vom konzeptionellen Ansatz, dem Thema wie in seiner Gestaltung die Jury überzeugte. Drei andere Einreichungen wurden von der Jury für ihre Idee, materielle Übersetzung und dem darin liegenden kreativen Potenzial gewürdigt. Für den nächsten Wettbewerb empfiehlt die Jury allen zukünftigen EinreicherInnen ihre Projekte – soweit wie möglich – in dreidimensionaler Form zu senden, damit die materielle, haptische wie gestalterische Qualität beurteilt werden kann.“

    Arno Ritter

    ARNO RITTER

  • Zum WEB AWARD

    „Die Anzahl der Einreichungen wahr sehr überschaubar, die Qualität der Einreichungen im Großen und Ganzen eher enttäuschend. Vor allem in Hinsicht auf die Vernetzung verschiedener digitaler Kanäle scheint es noch einiges an Aufholbedarf zu geben. In Zeitalter des sterbenden Ansatzes „disruptive communication“ müssen Lösungen entweder unterhaltsam sein und überraschen, einen klaren Mehrwert bieten oder auf Augenhöhe mit dem Benutzer zur Interaktion bereitstehen. Oft fehlte damit ganz einfach der konzeptionelle Ansatz im Sinne einer gesamtumfassenden Idee, um die Arbeiten zu nominieren.“

    Michael John

    MICHAEL JOHN

  • Zum WORDS AWARD

    „Insgesamt bestätigen die Einreichungen in den Kategorien Book Design und Editorial Design den anhaltenden Trend zum Minimalismus, der auch im Produktdesign oder der Fotografie, nicht aber in der Illustration, nicht mehr im Webdesign zu beobachten ist. Das erschreckende Ergebnis ist ein gestalterischer »Einheitsbrei« im Umgang mit Typografie und Bildsprachen in deutschsprachigen Ländern. Zum Beispiel scheint die an sich spannende Idee der Unterstreichung sämtliche weitere Auszeichnungsmöglichkeiten zu verdrängen. An Entscheidungen über Schriftmischungen, kursive Schriftschnitte, unterschiedliche Gewichte oder Kapitälchen wagen sich nur wenige Gestalter heran. Hatte man bis vor kurzem noch überlegt, wie man die typografische Qualität von Drucksachen in die digitalen Medien hinüberrettet, so scheint es, dass nun die digitalen Medien Ästhetikauffassungen vorgeben, was grundsätzlich eine gerechtfertigte und damit spannende Determination bedeutet. Das Ergebnis sind vorerst oftmals noch unbegründete Buchformate, serienweise seitenaufblasende Abbildungen oder typografische Effekthascherei, die geschriebenen Texten zu wenig Respekt zollt. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass viele Gestalter zu wenig ihrer eigenen Kreativität und der Kraft der visuell zu übersetzenden Inhalte vertrauen. In vielen Fällen der Einreichungen stellte die Jury mit Bedauern fest, dass ein gutes Layout durch schlechte Buchbindearbeiten unbequem bis fast unnutzbar in der Handhabung wurde. Gerade in einer Zeit, wo sich das Buch gegenüber anderen Medien seiner spezifischen Stärken besinnen sollte, überrascht es, wie wenig auf dieses wichtige Detail geachtet wurde.
    Im Unterschied zu Buch- und Editorialdesign, schaut es beim Typedesign ganz anders aus. Die Einreichungen sind insgesamt auf einem sehr hohen Niveau und von grosser Eigenständigkeit. Vielleicht ist auch dies ein Trend, aber ein Trend, der viel verspricht.“

    Susanne Zippel / Roland Stieger

    SUSANNE ZIPPEL

  • Zum PHOTO AWARD

    „Nicht mehr als zwei Arbeiten verdienten jene Beachtung und Wertschätzung, um symbolisch gesagt „den Hut zu ziehen“ . Dies soll jetzt aber keine pauschale Geringschätzung gegenüber den anderen eingereichten Arbeiten bedeuten. Aber etwas mehr Selbstkritik wäre oft zu wünschen gewesen. Es war leider nur wenig Überraschendes dabei. Hat man Messen und Veranstaltungen wie die Fotobuchtage in Kassel oder die Paris Photo besucht dann weiß und sieht man erst einmal, wie wenige Arbeiten sich abheben, und welche sich deutlich zu unterscheiden vermögen. Nur ganz selten war bei den eingereichten Arbeiten so etwas wie ein tiefergreifendes Konzept zu sehen und spüren. Etwas, das der Arbeit eine substantiell-auratische Aufladung verliehen hätte.“

    Lois Hechenblaikner

    LOIS HECHENBLAIKNER

RESULTS

  • ALL
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED
  • GRAPHIC
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED
  • WORDS
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED
  • PHOTO
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED
  • WEB
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED
  • MOTION
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED
  • URBAN STYLE
    • AWARDED
    • NOMINATED
    • SHORTLISTED

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